Naturschutzgebiet Kaolingrube Ortenberg

Vorstellung des Naturschutzgebietes

NABU-Ortenberg
NABU-Ortenberg

Der NABU Ortenberg betreut das Naturschutzgebiet „Kaolingrube Ortenberg“ ehrenamtlich. Das als „Sandkaute“ bekannte Gebiet ist rund drei Hektar groß. Bis Mitte der 1970er Jahre wurde hier Kaolinsand abgebaut, der insbesondere in der Metallindustrie, beispielsweise bei Gießereien, Abnahme fand. Aufgrund dieser Umweltbedingungen war die Gelbbauchunke als Pionierart ständige Bewohnerin der unteren Grubensohle. Durch den Sandabbau entstanden immer wieder neue Pfützen und Tümpel, etwa aufgrund von Reifenspuren, während andere Pfützen und Tümpel zugeschüttet wurden. Somit waren stets zahlreiche unbesiedelte Kleinstgewässer vorhanden, die der Gelbbauchunke als Pionierart Lebensraum boten. Nach der Einstellung des Abbaus setzte eine rasche Waldsukzession mit Kiefern und Birken ein und die Population der Gelbbauchunke brach zusammen. Erst mit der Ausweisung als Naturschutzgebiet wurde die Grube wieder freigestellt und dauerhaft offen gehalten.

 

Die Ausweisung als Naturschutzgebiet diente dazu, das Gelände mit trockenen bis nassen und sehr mageren Standorten zu schützen. Der Flachwasserteich im Zentrum des Gebiets sowie zahlreiche Tümpel bieten heute vielen seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. 2013 wurden gemeinsam mit dem Zoo Frankfurt erneut Gelbbauchunken angesiedelt. Diese Amphibienart bedarf besonderer Pflege. Neben den Unken bewohnen beispielsweise auch die Große Mossjungfer und 24 Libellenarten die Kaolingrube. Das sind rund ein Drittel der in Deutschland vorkommenden Libellenarten.

 

Zur Erhaltung des Naturschutzgebiets werden regelmäßige Pflegemaßnahmen durchgeführt. Besonders das „Entbuschen“ und der Schutz des Gebiets vor einem übermäßigem Wachstum des Baumbestands sind sehr wichtig, um die besonderen Eigenschaften der Landschaft zu schützen.

 


17.8.2017 - Beton in der Kaolingrube

Foto: Katja Klier-Heil
Foto: Katja Klier-Heil

Heute wurden einige Hohlblocksteine aus Beton in der Kaolingrube verteilt. Gedacht sind sie als Rückzugsmöglichkeit und Schutz für Amphibien, speziell der Gelbbauchunke. Die Maßnahme richtet sich unter anderem gegen Waschbären.

 

Also bitte nicht wundern, sondern die Steine bitte liegen lassen.

 


6.5.2017 - Jugengruppe aktiv für die Gelbbauchunke

Pfützen graben für die Gelbbauchunke in der Ortenberger Kaolingrube stand am letzten Samstag, den 6.5.2017, auf dem Programm. Zwölf Kinder und die Betreuer fanden sich um 14:00 am Treffpunkt ein und ausgestattet mit Schaufeln, aber auch Gerät zur Beobachtung wurden in das Naturschutzgebiet getragen.

Zunächst gab es eine kurze Einweisung über das Verhalten im Naturschutzgebiet Kaolingrube, dann wurden flache Löcher gegraben. Mit Wasser durch den nächsten Regenfall gefüllt, gut von der Sonne beschienen, feinsandig und vegetationsarm, sind dies die bevorzugten Lebensräume der Glebbauchunke. Also haben die jungen Naturschützer fleißig flache Löcher für die Gelbbauchunken ausgehoben.

Nebenbei gab es noch so einiges zu entdecken. Da Gelbbauchunken eher nachtaktiv sind hat Katja Klier-Heil vom NABU Ortenberg sicherheitshalber eine Rotbauchunke aus ihrem Terrarium mitgebracht. Doch das wäre nicht nötig gewesen, denn aufmerksam beobachtend konnte durch die jungen Naturschützer auch eine Glebbauchunke gesichtet werden. Dazu dann noch viele Kaulquappen, Molche und Libellenlarven, die mit Beobachtungsgläser genauer betrachtet werden konnten und zu denen viel Wissenswertes durch die Betreuer vermittelt wurde.

Alle Kinder waren sich einig, dass Störungen in Naturschutzgebieten vermieden werden müssen. Diese Einsicht nahmen alle aus dieser geführten Exkursion mit nach Hause.

 

Bildergalerie

 

27.12.2016 - Ein letzter Arbeitseinsatz

Ein letztes Mal in der Kaolingrube für dieses Jahr. Und damit dann auch der letzte Arbeitseinsatz und die definitiv letzte Veranstaltung für 2016. Es wurde hart gearbeitet, um den Lebensraum Kaolingrube für die Amphibien wieder attraktiv zu machen. Wir hoffen mit diesem Einsatz konnte das Weihnachts-Hüftgold wieder etwas verringert werden.

Hier geht es zur Bildergalerie

 

 

28.12.2015 - Ärmel hochkrempeln für die Kaolingrube

Zwischen den Jahren hieß es noch einmal die Ärmel hochkrempeln. Im Naturschutzgebiet Kaolingrube mußte gemäht und freigeschnitten werden. Dank des hügeligen Geländes keine einfache Aufgabe. Nach kurzer Einweisung durch Dietmar Wäß um 9:00 Uhr wurden dann die Motosensen angeworfen und mit vielen Handgeräten ging es dann ans Werk.

 

11 Naturschützer hatten sich für diesen Arbeitseinsatz eingefunden, darunter auch Hilfe durch einen Kollegen vom NABU Glauburg.

 

Wem es bis 10:30 Uhr noch nicht warm geworden war, der konnte sich mit einem koffeinhaltigen Heißgetränk, alternativ auch Tee, einheizen, den unsere Jugengruppenleiterin Sabine lieferte.

 

Gegen 12:30 Uhr waren dann alle geplanten Arbeiten erledigt und die gesamte Truppe fand sich im Vereinsheim "Haus an den Salzwiesen" ein, wo zur Stärkung eine heiße Gulaschsuppe auf sie wartete.

 

Durch die große Teilnehmerzahl und den Einsatz aller Helfer konnte die Aktion abgeschlossen werden und die Termine Anfang 2016 waren somit hinfällig.

 

Allen Helfer/innen danken wir herzlichst für ihr Kommen und ihren Einsatz an diesem Tag.

 

Hier geht es zur Bildergalerie.

 

19.11.2016 - Pflegemaßnahme in der Kaolingrube

Wie in der lokalen Presse angekündigt wurde am vergangenen Samstag die erste Pflegemaßnahme in der Kaolingrube durchgeführt.

 

Die Kaolingrube Ortenberg ist ein wichtiger Lebensraum für seltene Amphibien und wird bei diesen Pflegemaßnahmen vor der Verbuschung bewahrt werden. Acht Naturschützer hatten sich eingefunden und kräftig angepackt. Rund vier Stunden dauerte der Einsatz bevor es in unser Vereinsheim Stärkung in Form von einer leckeren waremen Suppe und dazu Getränken gab.

 

Allen Helferinnen und Helfern gilt unser Dank für ihren Einsatz und wir zählen auf Euch und weitere Freiwillige am 27.12.2016 bei der zweiten Pflegemaßnahme.

 

Bei dem Arbeitseinsatz konnte unser Dietmar einen offensichtlich geschwächten Mäusebussard einfangen. Unsere Kollegin Katja hat ihn mit nach Hause genommen und ein totes Hühnerküken wurde hungrig verschlungen. Doch trotz Erholungszeit scheiterte ein Flugversuch. Am Tag darauf wurde der Mäusebussard dann zur Greifvogelstation auf der Ronneburg gebracht. Dort soll der Jungvogel jetzt erst mal fit gemacht werden.

 

Bilder gibt es hier

 

2.10.2015 - Baggeraktion in der Kaolingrube

Viele Arten sollen von dem Naturschutzgebiet profitieren. Aus diesem Grund wurde mit Hilfe eines Minibaggers wieder Hand angelegt. Behutsam wurden sensible Bereiche wie Heidekrautflächen und der Tümpel der Gelbbauchunke weitgehend außen vor gelassen.


Vieles konnte dank der motorisierten Unterstützung vollendet werden. So wurde eine Lücke im Wall geschlossen und ein flexibles Entwässerungsrohr verlegt.


Neue Tümpel sind entstanden und Steinhaufen wurden komplettiert. Am bereits vorhandenen großen Tümpel wurde der Randbereich entschlammt und etwas vertieft.


Noch sieht das Ergebnis etwas wild aus, doch die Gelbbauchunke und auch viele andere Arten werden von der Maßnahme sicherlich profitieren. Mit der nächsten Regenperiode wird man den Erfolg der Maßnahme sicherlich sehen können.

Machen sie uns stark

Aktuelle beiträge

UNSERE Förderer

OVAG Energie
Sparkasse Oberhessen

folgen sie uns auf...