19.12.2014 - Wintersonnenwendfeier

Ralf-Peter Pfaffenbach
Ralf-Peter Pfaffenbach

Am 19.12.2014 fand zum zweiten mal die Wintersonnenwendfeier statt.

Fast pünktlich zu Beginn des Wintersonnenwendfeier hat es aufgehört zu Regnen. Und bis zum Schluß blieb es auch trocken.

Zahlreiche Besucher fanden nach und nach den Weg zum Vereinsheim, konnten sich mit heißen und kalten Getränken und natürlich deftigem Essen versorgen und sich miteinander unterhalten.

Kaum einer konnte es abwarten und jeder drängte dazu endlich das Wintersonnenwendfeuer anzuzünden. Und so loderten schon bald die Flammen gen Himmel.

Ein kleiner und feine Höhepunkt an diesem Abend war wohl der Auftritt der Ortenberger Big Band. Naja, wenigstens ein kleiner Teil davon. Unter der Leitung von Heinz Lang wurden weihnachtliche Weisen gespielt und das Publikum hat dies auch mit kräftigen Beifall honoriert.

Somit geht für den NABU Ortenbeg ein aufregendes, erfolgreiches und spannendes Jahr zu Ende. Und sicherlich sind alle neugierig darauf was 2015 zu bieten hat.

 

31.10.2015 - Naturimpressionen - Vortrag von Karl-Hermann Heinz

Argus-Bläuling, Karl-Hermann Heinz
Foto: Argus-Bläuling, Karl-Hermann Heinz

Am Freitag, den 31. Oktober fand das Vortragsprogramm des NABU Ortenberg seine Fortsetzung. Im Vereinsheim „Haus an den Salzwiesen“ in Selters präsentierte der Stockheimer Naturschützer und Naturfotograf Karl-Hermann Heinz Schönheiten der Natur aus der direkten Umgebung von Ortenberg und Glauburg. Neben vielen anderen waren Bilder aus der Kaolingrube Ortenberg und aus der Wacholderheide am Ortenberger Schützenstand zu sehen. Und die heimische Natur hat hier einiges zu bieten: Grazile und farbenfroh gezeichnete Schmetterlinge, faszinierende Libellen oder wunderschöne und teils sehr seltene Orchideen. Diese und viele andere Motive wurden von Karl-Hermann Heinz in teils unglaublich detailreichen Nahaufnahmen vorgestellt, die sich kein Naturliebhaber entgehen lassen sollte.

26.9.2014 - Mykorrhiza – eine unterirdische Lebensgemeinschaft

Pilze im Wald kennt jeder. Aber warum sie vorwiegend dort wachsen und welche Funktion sie dort erfüllen, ist den wenigsten bekannt. Dabei sind Pilze eine wichtige Nahrungsgrund-lage für Tiere, helfen bei der Zersetzung und sind für Waldbäume lebensnotwendig. So wichtig, dass ein Leben im Wald ohne Pilze nicht möglich wäre.

Diese und andere spannende Details aus der Welt der Pilze werden Ende September erläutert.

15.8.2014 - Das Massenaussterben an der Kreide-Tertiär-Grenze

Bild: Sven Weidemeyer
Bild: Sven Weidemeyer

Wir setzten das Vortragsprogramm mit einem paläontologischen Thema fort. Am 15. August um 19.30 Uhr stand das Massenaussterben an der Kreide-Tertiär-Grenze im Mittelpunkt. Unser 1. Vorsitzender Dr. Sven Weidemeyer, seines Zeichens Paläontologe, erläuterte anhand von Forschungsergebnissen aus Patagonien, dem südlichen Teil Südamerikas, die Geschehnisse vor 65 Millionen Jahren.

Das Massenaussterben an der Kreide-Tertiär-Grenze, die heute als Kreide-Paläogen-Grenze bezeichnet wird, gehört zu den sogenannten Big Five. Dies sind die fünf größten Massenaussterbeereignisse der bisherigen Erdgeschichte. Obwohl das Aussterbeereignis am Ende der Kreide nicht das größte Aussterbeereignis war, ist es doch aufgrund seiner bekanntesten Opfer, den Dinosauriern, das populärste der Big Five.

Anhand eigener Forschungsergebnisse wurden die Ereignisse vor 65 Mio. Jahren rekonstruiert. Nicht nur die reinen wissenschaftlichen Ergebnisse kamen zur Sprache, auch die Fotos aus dem Gelände vermittelten Eindrücke von den Arbeitsweisen und der Landschaft im argentinischen Teil Patagoniens. Die heutige Lebewelt ist ebenso von großer Bedeutung, um das Fossilmaterial auszuwerten. Denn nur wenn die Rekonstruktion der Lebensweisen der früheren Arten gelingt, sind ökologische Analysen möglich. So ist es zum Beispiel von großer Bedeutung, Aussagen über die Ernährungsweisen der damaligen Arten treffen zu können. Somit stehen auch die Methoden nach der Arbeit im Gelände im Blickpunkt.

11.8.2014 - Nachwahlen und Ehrungen beim NABU Ortenberg

NABU Ortenberg
NABU Ortenberg

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der NABU (Naturschutzbund) Ortsgruppe Ortenberg standen unter anderem Ehrungen langjähriger Mitglieder und Nachwahlen des Vorstands an.

Doch zunächst wurden ausführliche Jahresberichte des Vorstands vorgetragen. Im Jahresbericht des Vorsitzenden gab es einen Überblick über die Tätigkeiten des Vereins in den zurückliegenden 12 Monaten. Hier war natürlich das seit Herbst angemietete neue Vereinsheim „Haus an den Salzwiesen“ in Selters ein großes Thema. Neben zahlreichen Vorträgen und Exkursionen werden regelmäßig Weidenflechtkurse angeboten, die ebenso hohen Zuspruch finden.

Eine weitere hervorzuhebende Entwicklung ist die Wiederbelebung der Jugendgruppe. Unter der Leitung von Sabine und Janosch Strobel treffen sich seit Februar im Schnitt 15 Kinder einmal im Monat. Neben Exkursionen, bei denen es um das hautnahe Erleben der Natur ging, gab es unter anderem auch Einsätze, bei denen in der Praxis Artenschutzmaßnahmen durchgeführt wurden.

Nach den Berichten des Rechners und der Kassenprüfer, die nichts zu beanstanden hatten, ging es an die Nachwahlen offener Stellen im Vorstand. Der bisherige 2. Vorsitzende Urs Bremer legte sein Amt wegen der momentanen starken beruflichen Belastung nieder. Sein Amt übernimmt der bisherige Beisitzer Dietmar Wäß. Das Amt der Jugendgruppenleitung übernehmen Sabine Strobel und Janosch Strobel. Als neue Beisitzer wurden Ralf-Peter Pfaffenbach, Klaus Jördens, Bernd Vielsmeier und Udo Schädel gewählt. Weiterhin im Amt sind der 1. Vorsitzende Dr. Sven Weidemeyer, Rechner Heinrich Adolf Suhl, Schriftführer Mathias Laufer und Beisitzerin Beate Luft-Jördens.

Anschließend galt es langjährige Mitglieder für Ihre Vereinstreue zu ehren. Für 30 Jahre Mitgliedschaft im NABU erhielt Reinhard Stephan die Treuenadel vom NABU. Dann wurden Mitglieder für ihre Mitgliedschaft in der Ortsgruppe geehrt: Für 30 Jahre Mitgliedschaft Norbert Stephan, für 40 Jahre Günter Müller und für 50 Jahre Edith Stephan und Georg Heerdt. Neben den obligatorischen Urkunden erhielten alle geehrten Personen ein Weinpräsent.

Bildunterschrift: Von links nach rechts: Dr. Sven Weidemeyer (1. Vorsitzender), Norbert Stephan, Georg Heerdt, Günter Müller und Reinhard Stephan.

10.8.2014 - Überwältigender Besucherandrang bei unserem 1. Sommerfest

NABU Ortenberg
NABU Ortenberg

Am letzten Sonntag (10. August) feierte die NABU (Naturschutzbund) Ortsgruppe Ortenberg zum ersten Mal ein Sommerfest. Anlass war das 50jährige Bestehen der Naturschutzgruppe in Ortenberg. Die Anfänge des Vereins gehen zurück ins Jahr 1964. Zuerst als Vogelschutzgruppe, dann als Natur- und Vogelschutzgruppe und seit fast 20 Jahren unter dem Namen NABU Ortsgruppe Ortenberg kümmert man sich um Belange des Natur- und Artenschutzes.

Am seit September von der Stadt angemieteten Vereinsheim „Haus an den Salzwiesen“ in Selters fand nun das Sommerfest statt. Die bange Frage, die sich den Verantwortlichen am Sonntag stellte war die, ob das Wetter halten würde. Um es vorwegzunehmen, das Wetter hielt und erst als am späten Nachmittag schon langsam abgebaut wurde, fing es an stärker zu regnen.

So konnte man in schöner Lage unweit der Nidder am ehemaligen Sportplatz von Selters die Musik des Duos Schindler/Belz genießen. In akustischem Gewandt wurden Klassiker von Jethro Tull, Pink Floyd, The Who und Bon Jovi geboten, um nur einen Teil ihres Repertoires zu nennen. Dazu gab es Steaks und Bratwürste vom Holzkohlengrill, Handkäs mit Musik sowie Kaffee und ein breites Kuchenangebot. Ein kühles Bier vom Fass und Äppelwoi aus Selters fehlten selbstverständlich auch nicht. Anscheinend war für jeden Geschmack etwas dabei, denn schon deutlich vor Ende des Festes waren sämtliche Speisen ausverkauft.

Neben Musik und kulinarischen Genüssen gab es auch Angebote für die ganze Familie. Exkursionen in die Salzwiesen, Korbflechten, Papierschöpfen und wer Lust hatte, konnte sich die Tierpräparate im Haus anschauen. Es wurde also auch hier für die verschiedenen Geschmäcker einiges geboten und von den zahlreichen Gästen auch gerne genutzt.

So sah man unter den Gästen und den Verantwortlichen vom NABU Ortenberg überall zufriedene Gesichter. Die Premiere des Sommerfests war auf jeden Fall ein voller Erfolg, weshalb schon jetzt eine Fortsetzung im nächsten Jahr fest eingeplant ist.

Großer Spaß bei NABU-Bachwanderung

NABU-Ortenberg
NABU-Ortenberg

Am ersten Feriensamstag veranstaltete der NABU Ortenberg wieder die legendäre Bachwanderung durch die Nidder im Rahmen der Ferienspiele. 22 Kinder waren dabei und hatten großen Spaß. Thema des Tages war „Leben in und am Bach“.

Um 10 Uhr ging es los am Sportplatz Lißberg. Nach kurzer Begrüßung führten die 4 NABU-Betreuer die Kinder direkt in die „Fluten“ der Nidder. Badeschuhe oder Gummistiefel waren angesagt, nass bis zum Bauch wurden aber letztlich fast alle Kinder. Der heiße Julitag hielt kaum ein Kind vom kühlen Nass fern. Das laufen im Bach ist übrigens gar nicht so einfach bei all den glatten Steinen und dem aufgewühlten Wasser, doch fast alle Kinder schafften das recht geschickt.

 

Nach der ersten Etappe wurde zwischen Lißberg und Eckartsborn eine Erlebnis- und Lernpause eingelegt. Es wurde untersucht, was alles zwischen und unter den Steinen im Bach lebt. Köcherfliegen-, Eintagsfliegen- und Steinfliegenlarven sowie Bachflohkrebse, Egel und Flussmuscheln wurden gefunden und mit Bestimmungsbüchern eingeordnet. Zu den Top-Entdeckungen des Tages zählten einige schöne Exemplare von Flusskrebsen, die in der Nidder seit einigen Jahren wieder zahlreich vorkommen. Alle gefundenen Tiere wurden übrigens wieder schonend ins Wasser zurückgesetzt.

 

Die erste Verpflegungsstation gab es am Sportplatz Eckartsborn. Hier wurden auch die Zettel mit den Quizfragen zum Tagesthema ausgeteilt. Die Kinder konnten nun ihr erlerntes Wissen zu Papier bringen, um später an der Preisverleihung teilzunehmen.

Nach der Pause ging es wieder zum Bach. Mit einem kleinen Netz wurden nun Jungfische gefangen, um diese zu bestaunen und zu bestimmen. Neben kleinen Döbeln und Flussbarschen gingen haupsächlich Gründlinge ins Netz. Alle Fische wurden danach wieder schonend zurückgesetzt.

 

Weiter ging es nun durch die Nidder in Richtung Ortenberg, viele Libellen leben hier am Bach. Am ehemaligen „Badehäuschen“ war dann freies Spielen angesagt, was die meisten Kinder zum ausgiebigen Baden nutzten. Auch die letzten noch trockenen Kinder wurden dabei meist nass bis über die Ohren.

 

Im Garten von Heinad Suhl fand dann nach einem letzten Fußmarsch das Abschlussgrillen statt, Eis gab es auch. Bei herrlichem Sommerwetter wurde noch das Naturquiz aufgelöst, die besten 10 Kinder erhielten ein schönes Bestimmungsbuch über heimische Schmetterlinge. Marie Luise Wäß hatte die meisten richtigen Antworten und belegte mit 27 Punkten den ersten Platz. Glückliche und müde Kinder konnten danach von ihren Eltern wieder in Empfang genommen werden.

 

Na dann, bis zum nächsten Mal!

25.7.2014 - Fliegende Insekten Deutschlands

© CC BY-SA 2.5 - Autor: Gunnar Ries – Quelle: Eigenes Werk – via wikicommons: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Libelle_2.jpg?uselang=de
© CC BY-SA 2.5 - Autor: Gunnar Ries – Quelle: Eigenes Werk – via wikicommons: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Libelle_2.jpg?uselang=de

Der Naturfreund Wolfgang Mader stellte am 25. Juli ab 19:30 in seinem Vortrag faszinierende Einblicke in die Vielfalt und die Lebensweisen der Libellen und Schmetterlinge vor. Im Haus an den Salzwiesen führte er in die Welt der Insekten,die artenreichste Tiergruppe überhaupt, ein. Neben vielen eher unscheinbaren Vertretern gibt es mit den Libellen und Schmetterlingen wahre Schmuckstücke. Zu ihnen gehören auch die größten und farbenfrohsten Insekten unserer Heimat. Tauchen Sie ein in die Welt der Libellen und Schmetterlinge. Beide Gruppen machen eine nahezu wundervolle Verwandlung von der Larve zum erwachsenen Tier durch.

13.6.2014 - Bienen – eine Wunderwelt

„Was sind schon Bienen?“ sagt vielleicht manch einer gedankenlos. Wie leben sie, welche Aufgaben haben Königin, Drohnen und Arbeitsbienen in ihrem wohlgeordneten Staatswesen? Diese und weitere Fragen stellen sich dem interessierten Naturfreund.

 

Nur wenige Formen in der Tierwelt erweckten bisher solches Interesse wie die eines Bienenvolkes. Um die faszinierende Welt der Bienen und Bienenvölker drehte sich der Vortrag der NABU Gruppe Ortenberg. Am Freitag, den 13.06. um 19.00 Uhr berichteten die Ortenberger Imker Rafael Pozo y Meub und Manfred Winter aus dem Leben der Bienen. Veranstaltungsort war das Vereinsheim „Haus an den Salzwiesen“ (das ehemalige Sportheim) in Selters.

Maiwanderung mit dem TV Ortenberg und dem NABU Ortenberg

© CC BY-SA 3.0 – Author: Kmarka - via wikicommons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rotau1.JPG?uselang=de
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Die traditionelle Maiwanderung des TV Ortenberg fand in diesem Jahr in Kooperation mit dem NABU Ortenberg statt. Ausgehend vom Vereinsheim des TV Ortenberg am Ortenberger Sportplatz ging es zum „Haus an den Salzwiesen“, wo sich die Teilnehmer bei einem Frühstück stärken konnten.

Anschließend führte Bernd Göttmann aus Effolderbach die Wanderer durch die Salzwiesen von Selters/Konradsdorf. Der Abschluss der Maiwanderung fand wie gewohnt am TVO–Vereinsheim statt, wo natürlich für Speis und Trank gesorgt wurde.


Der TV Ortenberg und der NABU Ortenberg freuten sich über eine rege Teilnahme von Mitgliedern und Freunden der beiden Vereine.

4.5.2014 - Vogelstimmenwanderung

© CC BY-SA 3.0 – Author: M.Nishimura - via wikicommons - http://tinyurl.com/nfvkeba
© CC BY-SA 3.0 – Author: M.Nishimura - via wikicommons - http://tinyurl.com/nfvkeba

Die alljährlich von der Naturschutzgruppe Bergheim und der NABU Gruppe Ortenberg veranstaltete Vogelstimmenwanderung fand dieses Jahr am Sonntag, den 04. Mai, um 6.00 Uhr statt. Gestartet wurde in diesem Jahr am Vereinsheim „Haus an den Salzwiesen“ in Selters.
Unter der fachkundigen Leitung von Karl-Hermann Heinz ging es zu morgendlicher Stunde auf eine dreistündige Wanderung. Während dieser durften wir so manchen gefiedertem Gesellen bei seinen Sangeskünsten lauschen.

Die Teilnahme an der Vogelstimmenwanderung wart wie jedes Jahr kostenfrei. Im Anschluss an die Wanderung wurde im Vereinsheim selbstverständlich für Speis und Trank gesorgt.

27.4.2014 - Exkursion in die Nidderauen von Effolderbach und Stockheim

Graugans, Effolderbach, Foto Bernd Beck
Graugans, Effolderbach, Foto Bernd Beck

Wir luden am Sonntag, den 27. April, zu einer Exkursion in die benachbarten Nidderauen von Effolderbach und Stockheim ein. Treffpunkt war unser Vereinsheim „Haus an den Salzwiesen“ in Selters, dem ehemaligen Sportheim von Selters.


Die Exkursion wurde von dem bekannten Naturkenner und Naturfotographen Karl-Hermann Heinz aus Stockheim geleitet. Gemeinsam hielten wir Ausschau nach Weißstorch, Kiebitz, Bekassine und anderen Vögeln.

 

13.4.2014 - Exkursion ins Bingenheimer Ried

© CC BY-SA 3.0 – Author: Diginatur  - via wikicommons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:01-Storch.jpg?uselang=de
© CC BY-SA 3.0 – Author: Diginatur - via wikicommons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:01-Storch.jpg?uselang=de

Wir starteten am Sonntag, den 13. April, zu einer Exkursion in das auch überregional bekannte Naturschutzgebiet Bingenheimer Ried. Treffpunkt war das „Haus an den Salzwiesen“ in Selters. Von dort ging es in Fahrgemeinschaften nach Bingenheim zum Dorfgemeinschaftshaus. Dort wurden die Teilnehmer von Udo Seum, dem Vorsitzenden der Bingenheimer NABU Gruppe erwartet. Als einer der besten Kenner des Bingenheimer Riedes stellte Udo Seum die Natur des Bingenheimer Riedes vor. Der Schwerpunkt lag auf den zahlreichen Vogelarten. So kamen neben Weißstörchen verschiedene Schwimmenten vor, u.a. Knäkenten, Löffelenten und Krickenten. Außerdem brüten Kiebitze und Bekassinen im Naturschutzgebiet und es gelang sogar das farbenfrohe und seltene Blaukehlchen zu beobachten.

Der Biber ist zurück!

NABU-Ortenberg
NABU-Ortenberg

2. Ortenberger Biberwanderung

 

Die NABU-Gruppe Ortenberg lud im März zu einer Infoveranstaltung und Wanderung rund um das Thema Biber ein. Das preisgekrönte „Bibermobil“ von der Umweltwerkstatt Wetterau war vor Ort.  Treffpunkt wardas NABU-Haus „An den Salzwiesen“.


Er ist der geniale Baumeister der Flusslandschaften. Der Biber war mehr als 400 Jahre in Hessen ausgestorben. Nun verbreitet sich der große Nager seit einigen Jahren auch wieder in der Wetterau. Im letzten Jahr wurden  erstmals eindeutige Beweise entdeckt, dass der Burgherr nun auch wieder in Ortenberg lebt. Bereits an mehreren Bäumen an der Nidder sind seine Nagespuren zu erkennen. Bei der Exkursion wurden die Spuren des Bibers gesucht. Unterwegs wurde viel Interessantes über seine Lebensweise vorgetragen.

14.3.2014 - Willkommenen Wolf

© CC BY-SA 3.0 – Author: Hok - via wikicommons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Canis_lupus_lupus_prague_zoo.jpg
© CC BY-SA 3.0 – Author: Hok - via wikicommons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Canis_lupus_lupus_prague_zoo.jpg

Am 14.März hielt der NABU Wolfsbotschafter Alexander Gebhardt im Haus an den Salzwiesen einen Vortrag zum Thema „Willkommen Wolf“. Mit dem Vortrag wurde eine atemberaubende Ausstellung über Wölfe in unserem Vereinsheim eröffnet. Sie konnte über den 14. März hinaus am 15. und 16. März bestaunt werden.


Es gibt sie wieder: frei lebende Wölfe in Deutschland. 1998 wurden auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Sachsen zwei, im Jahr 2000 sogar sechs Wölfe - Eltern und Jungtiere - von Revierförstern beobachtet. Seitdem zogen die beiden Elterntiere jedes Jahr Welpen auf. Die Reaktionen auf die Rückkehr der Wölfe ins östliche Deutschland sind überwiegend positiv. Gelegentlich begegnet man den Wölfen aber auch mit Vorbehalten und Sorgen; denn wir Menschen in Deutschland - auch als Naturschützer - müssen erst wieder lernen, mit dem Wolf in unserer Nachbarschaft zu leben.


Die Ausstellung informierte über Biologie und Lebensweise eines seit mehr als zehn Jahren wieder in Deutschland heimisch gewordenen Tieres, das vor 150 Jahren ausgerottet wurde. Die Schautafeln sollten dazu beitragen, Informationsdefizite und Vorurteile gegenüber dem Wolf abzubauen und die Bereitschaft zu fördern, seinen Lebensraum zu schützen.


Unser Ziel ist es, die Bevölkerung für einen bewussten Umgang mit den lange vertriebenen Rückkehrern zu sensibilisieren und die Wölfe nicht als Feind oder Konkurrent, sondern als Bereicherung und als ein Anzeichen für funktionierende Naturräume zu verstehen. Der Wolf ist weder als mythisches Überwesen zu verherrlichen noch als alles bedrohende Bestie zu verteufeln. Er ist ein Beutegreifer, dem sein Platz in unserer freien Natur wieder zugestanden werden kann.


Weitere Termine im Haus an den Salzwiesen

Lage und Anfahrt

Flechtkurs im Haus an den Salzwiesen

NABU-Ortenberg
NABU-Ortenberg

Unter dem Motto Natürlich Flechten finden in diesem Jahr zum ersten Mal Flechtkurse statt, die vom NABU Ortenberg veranstaltet werden. Gemeinsam mit der gelernten Korbmacherin Katja Schyrer aus Ranstadt können Interessierte das Flechten mit Weiden erlernen.

Der erste von insgesamt sieben Flechtkursen fand am 8.3.2014 im Vereinsheim "Haus an den Salzwiesen" in Ortenberg-Selters statt. Vier Kursteilnehmer ließen sich an diesem Tag in die Kunst des Weidenflechtens einweisen. Aufmerksam wurde den Ausführungen der Kursleiterin gefolgt. Nach und nach nahm so der Korb seine Form an.

 

Weil für das Flechten auch einiges an Kraft benötigt wird gab es zwischendurch ein zünftiges Mittagessen aus den Töpfen der Kursleiterin. Gut gestärkt ging es anschließend in die zweite Runde. Und das ist wörtlich zu nehmen. Denn einen runden Korb herzustellen, dazu bedarf es viel Geschick und kräftiges Zupacken. Alle Beteiligten hatten ihren Spaß bei der Arbeit und Lachen schallte hin und wieder durch das NABU Vereinsheim.

Mit gelegentlicher Unterstützung der Korbmacherin konnte zum Schluss jeder seinen fertigen Weidenkorb mit nach Hause nehmen.

Alle Termine der Flechtkurse

 

1.3.2014 - Pflanzaktion am Haus an den Salzwiesen

NABU-Ortenberg
NABU-Ortenberg

Blumenhaus Töpfer spendet eine Wildsträucherhecke

Am Samstag, den 01.03.14 trafen sich am NABU Haus An den Salzwiesen Mitglieder, um eine Wildsträucherhecke zu pflanzen.

Heimische Wildsträucher sind ein wichtiger Bestandteil naturnaher Gärten. Ein Wildstrauch bietet im Vergleich zu exotischen Sträuchern deutlich mehr Tieren Lebensraum, Unterschlupf und Nahrungsgrundlage im Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Fremdländische Ziergehölze und Nadelbäume sind für die heimische Tierwelt nur von geringem ökologischem Nutzen. Die Früchte des heimischen Weißdorns werden beispielsweise von 32 Vogelarten gefressen, die des nahverwandten nordamerikanischen Scharlachdorns jedoch nur von zwei Arten.


Einige Wildstraucharten wie Hundsrose, Schlehen oder Weißdornarten haben außerdem Dornen, die nistende Tiere und insbesondere Vögel vor Fraßfeinden (z.B. Katzen) schützen. Im Dickicht der Sträucher wie Holunder, Weißdorn oder Pfaffenhütchen sind so Heckenbraunelle und Nachtigall zu finden. Im Herbst sorgen die bunten Beeren für einen reich gedeckten Tisch: Von Vogelbeere und Schwarzem Holunder ernähren sich beispielsweise jeweils über 60 Vogelarten. Aber auch viele kleine Säugetiere und selbst Fleischfresser wie Fuchs und Marder naschen gerne an den leckeren Früchten.


Für Insekten wie Blattläuse, Blattwespen oder Käfer sind  Wildsträucher ebenfalls die erste Wahl, wobei Weißdorn, Schlehe, Haselnuss oder Salweide die besonderen Favoriten sind. Der Blütennektar von letzterer ist besonders bei Bienen, Hummeln und Faltern (z.B. Tagpfauenauge, Zitronenfalter) begehrt.


Heimische winterharte Wildsträucher sind im Vergleich zu exotischen Ziersträuchern deutlich unempfindlicher gegenüber klimatischen Ausschlägen, Krankheiten oder Schädlingen. Darüber hinaus benötigen sie keinen Dünger, kaum Pflanzenpflege und sind auch preiswerter in der Anschaffung als exotische Ziersträucher.


So wurden bei guter Stimmung 80 Heckenpflanzen gesetzt, der Arbeitseinsatz endete mit einem deftigen Mittagessen. Die NABU-Ortsgruppe Ortenberg bedankt sich beim Blumenhaus Töpfer für die großzügige Spende. Weitere Infos zu Wildsträuchern findet man unter www.hamburg.nabu.de.

Rund 100 Ortenberger erscheinen zum Vortrag über Uhus

Bild: Kreisanzeiger Wetterau
Bild: Kreisanzeiger Wetterau

ORTENBERG (mb - Kreisanzeiger Wetterau). Auf etwa 50 Zuhörer hatte der NABU Ortenberg sich für den Vortrag „Der Uhu – Adler der Nacht“ eingerichtet. Das Interesse von Naturfreunden an der ersten Veranstaltung im neuen Domizil „Haus an den Salzwiesen“ in Selters war jedoch deutlich größer: über 90 Besucher fanden sich schließlich ein, um den Ausführungen des örtlichen NABU-Vorsitzenden Dr. Sven Weidemeyer zu lauschen.

Sie sollten ihr Kommen nicht bereuen, denn Weidemeyer gelang es, in gut eineinhalb Stunden alles Wissenswerte über die größte Eule der Welt zu erzählen und dieses Wissen  so lebendig und mitreißend zu vermitteln, dass es ein Vergnügen war, ihm zuzuhören. Illustriert wurde sein Vortrag durch eine Vielzahl beeindruckender Fotos, die Bernd Beck im Laufe von fast 20 Jahren im inzwischen stillgelegten Steinbruch zwischen Ortenberg und Eckartsborn aufgenommen hat. Denn dort war Weidemeyer 1996 erstmals auf ein Uhu-Brutpaar aufmerksam geworden und hat die Entwicklung der Vögel seit damals mit seinen Vereinskollegen regelmäßig beobachtet. Seinerzeit galten die stattlichen Tiere in Hessen noch als überaus selten. Zwischen 1910 und 1977 war der Uhu bedingt durch Bejagung und Aushorstung zur Verwendung in der Hüttenjagd hier völlig verschwunden. Inzwischen gibt es im gesamten Bundesland wieder geschätzte 200 Brutpaare, von denen 12 im Wetteraukreis leben.

Sie siedeln bevorzugt in den hohen Felswänden von Steinbrüchen, wobei es ihnen gleichgültig ist, ob diese noch in Betrieb sind oder nicht. Vom Lärm lassen sie sich nicht stören; wichtig ist nur, dass in dem unmittelbaren Brutbereich kein Abbau erfolgt. Darüber hinaus brauchen sie viel offene Landschaft mit Baum- und Strauchbeständen. Was ihnen zu schaffen macht, sind landwirtschaftlich optimierte Flächen, auf denen es keine Hecken oder andere Rückzugsmöglichkeiten für Tiere mehr gibt, denn wo er keine Beute findet, kann auch der Uhu nicht leben. Dabei ist er kein Kostverächter, verzehrt alles, was er schlagen kann. Das kann sogar ein Fuchs sein, wie aus Gewöllen und Beuteresten ersichtlich wurde, die im Ortenberger Steinbruch gefunden wurden. Auch Bussarde, Turmfalken, Igel und Krähen standen neben unzähligen Mäusen bereits auf dem Speiseplan der Ortenberger Uhus.

Zu Beginn seines Vortrages war Weidemeyer auf die anatomischen Besonderheiten der Vögel eingegangen. Dazu gehört beispielsweise, dass die vierte Zehe eine Wendezehe ist, die der Uhu nach Belieben drehen kann, um auf Ästen oder Steinen optimalen Halt zu finden. Seine großen Pupillen sind für das Sehvermögen des nachtaktiven Räubers besonders wichtig, und seine Augen kann er in geöffnetem Zustand durch eine sogenannte Nickhaut schützen, die zwar seine Sicht ein wenig verschleiert, ihn aber vor Verletzungen schützt, wenn er beispielsweise Geäst anfliegt. Auch wenn seine Augen kaum beweglich sind, hat der doch ein riesiges Blickfeld, denn sein Kopf ist um 270 Grad drehbar. Weil seine Gehörgänge stark asymmetrisch angelegt sind, kann er Geräuschquellen optimal orten. Dies hilft ihm auch dabei, bei seinen Pirschflügen in der Dämmerung seine Beute zu lokalisieren. Und wenn er bei der Jagd erfolgreich war, kann er sich in der extremen Nahdistanz, in der er nur unscharf sieht, durch Berührung mit seinen Schnabelborsten orientieren.

Bereits seit 60 Millionen Jahren gibt es Eulen und seit 40 Millionen Jahren Uhus. Weltweit sind mehr als 20 verschiedene Uhu-Arten bekannt, die sich teilweise stark unterscheiden. Der hier ansässige europäische Uhu ist nochmals in 13 Unterarten aufgeteilt. Er ist die größte Eulenart der Welt. Die Weibchen, größer als die Männchen, werden bis zu 75 Zentimeter groß und bis viereinhalb Kilo schwer. Die Spannweite kann bis knapp 1,90 Meter reichen.

Mit der Brut beginnen Uhus etwa Anfang März. Dazu bauen sie keine Nester, sondern legen zeitlich versetzt ihre zumeist zwei oder drei Eier auf den blanken Fels. Nach fünf Wochen schlüpfen die Jungen, nach acht oder neun Wochen sind sie flügge. Leider überleben längst nicht alle Uhus ihre Kinderstube, und auch für erwachsene Tiere ist die Welt voller Gefahren, auch wenn sie keine direkten Fressfeinde haben. Wie viele Großvögel fallen Uhus häufig dem Stromtod durch Hochspannungsleitungen zum Opfer, werden im niedrigen Pirschflug in der Dunkelheit von Autos oder Zügen erfasst.

Auch, wenn sie ihre Brut aufgeben, tragen meist Menschen die Schuld. Beispielsweise, wenn sie bei Freizeitaktivitäten wie Klettern keine Rücksicht auf die brütenden Vögel nehmen, oder wenn ihre Brutplätze durch wirtschaftliche Interessen vernichtet werden. Dies geschieht meist, wenn Steinbrüche nach der Stilllegung wieder verfüllt werden und die Felswände im Erdreich verschwinden. Ein Schicksal, das auch den Ortenberger Uhus droht. Der örtliche NABU werde sich stark dafür einsetzen, dass es soweit nicht kommt, kündigte Dr. Sven Weidemeyer an.

 

(Der Uhu auf dem Bild ist eine Leihgabe des Museums für Naturkunde in Berlin, die Inventarnummer ist die 2011.196.)

 

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